Viele Hundebesitzer fragen sich, inwiefern sich der Abschluss einer eigenen Versicherung für ihren vierbeinigen Liebling lohnt. Versicherungsexperten und Tierschützer sind sich einig, wie die Antwort auf diese Frage ausfallen sollte: eine Hundeversicherung, auch als Tierhaftpflichtversicherung bezeichnet, ist eine sinnvolle Investition, die sich prinzipiell für jedes Tier lohnt. Denn ohne derartigen Versicherungsschutz müssen Tierhalter im Schadensfall mitunter mit hohen Kosten rechnen, wenn ihr tierischer Freund den Schaden verursacht hat.
Jeder Tierbesitzer kann eine Hundeversicherung abschließen. Dabei ist weder relevant, wie groß der Hund ist, noch welcher Rasse er angehört. Denn selbst ein kleiner Hund kann in einen Schadensfall verwickelt werden, wenn sein Herrchen oder Frauchen ihn in einem unachtsamen Moment frei laufen lässt, obwohl der kleine Liebling sonst ausschließlich an der Hurtta-Hundeleine ausgeführt wird.
Die geltenden Hundegesetze in der Bundesrepublik schreiben nicht nur eine Leinen- und Maulkorbpflicht für bestimmte Hunderassen vor. Auf jeden Fall versichert werden müssen Tiere, die mindestens 40 Zentimeter groß und mindestens 20 Kilogramm schwer sind. Für die so genannten Listenhunde gelten zudem gesonderte Auflagen, die unter anderem ebenfalls den Abschluss einer Haftpflichtversicherung beinhalten.
Die Gesetze und Regelungen zur Versicherungspflicht variieren von Bundesland zu Bundesland. Auskunft über die jeweils geltenden Regelungen erhalten Hundebesitzer in den zuständigen Veterinär- oder Finanzämtern.
Leistungen der Hundeversicherung
Die Leistungen der Tierhaftpflichtversicherung unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer. Oft variiert nicht nur die Deckungssumme, sondern ebenfalls der Umfang der abgedeckten Schäden. So werden Sachschäden, Personenschäden und häufig auch Vermögensschäden von den allermeisten Unternehmen abgedeckt. Eher selten kommen Assekuranzen hingegen beispielsweise für die finanziellen Schäden auf, die durch einen versehentlichen Deckakt entstanden sind. Wenn ein unkastrierter Rüde versehentlich eine Hündin deckt, kann das den Hundehalter mitunter teuer zu stehen kommen. Besitzer eines unkastrierten Hundes sollten deshalb eine Tierversicherung auswählen, die derartige “Deck-Schäden” mit absichert.
Wer seinen Hund am Wochenende oder in den Ferien häufig in die Obhut von Verwandten und Freunden außerhalb des eigenen Haushalts gibt, sollte sich für eine Versicherung entscheiden, die auch Fremdhütung abdeckt.
Kosten der Hundeversicherung
Die Kosten einer Tierversicherung hängen davon ab, wie hoch der Deckungsumfang und die Deckungssumme ausfallen. Zudem werden beispielsweise für Listenhunde höhere Beträge erhoben. Eine Tierhaftpflicht mit ausreichend hoher Deckungssumme ist bereits ab zehn Euro im Monat erhältlich. Im Vergleich zu den hohen Unkosten, die ohne Versicherungsschutz im Schadenfall auf den Tierhalten zukommen können, ist ein derartiger Versicherungsbetrag mehr als gerechtfertigt. Lieber einige Euro im Monat bezahlen, als durch einen dummen Zufall im schlimmsten Fall auf mehreren hunderttausend Euro Schulden zu sitzen.